Studiumswahl
Von Uriel Stülpnagel · Cellist & Pädagoge · Lesedauer ca. 6 Min.
Die Wahl des Professors ist die wichtigste Entscheidung im Cellostudium — wichtiger als die Stadt, der Hochschulname oder der Studiengang. Du wirst vier bis sechs Jahre mit dieser Person arbeiten. Die Chemie muss stimmen.
Jeder Professor hat einen Schwerpunkt: Orchestertradition, Kammermusik oder Solokarriere. Hör dir Aufnahmen an, lies Interviews, schau wo frühere Schüler heute sind.
Wie sieht ein typischer Unterricht aus? Wie viel Raum gibt es für eigene Interpretationsideen?
Welche Wege schlagen Absolventen ein — Orchester, Kammermusik oder Solo?
Wie viel Unterricht pro Woche? Gibt es Assistenten? Wie ist die Erreichbarkeit außerhalb?
Gibt es Klassenvorspiele? Wie ist der Kontakt zwischen den Studierenden?
Viele Professoren ermöglichen eine Probestunde vor der Bewerbung. Schreibe eine kurze, formelle E-Mail mit einem Video-Link — und einer konkreten Begründung, warum genau diese Klasse.
Ein guter Lehrer macht dich in der ersten Stunde besser. Nicht lauter. Nicht beeindruckender. Besser.
Einige der berühmtesten Professoren an deutschen Musikhochschulen sind hervorragende Musiker — aber schwierige Pädagogen. Der Ruf einer Hochschule ist nicht das Gleiche wie die Eignung eines Professors für dich, deinen Typ, dein Temperament, deine Ziele.
Auf cellostudium.de findest du alle 24 deutschen Musikhochschulen mit Cello-Studiengängen.